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Was bzw. wer ist das Problem?

Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich jüngst zu seinem Lieblingsthema Migrationspolitik und stellte fest, dass es im Stadtbild immer noch „dieses Problem“ gibt. Sein Kollege und ausgewiesener (Rechts)Populist Jens Spahn stimmte dem (natürlich) zu und setzte dem Ganzen mit einem Diss gegen unsere geschätzte Nachbarstadt Duisburg die Krone auf.

Wir fragen uns, wen die beiden mit „Problem“ meinen könnten. Sicher nicht Menschen mit dunklerer Haut oder Akzent – das wäre ja hochgradig rassistisch. Oder offensichtlich von Armut betroffene Menschen und Menschen mit Suchtproblemen – das wäre ja hochgradig diskriminierend.

Da die getätigte Aussage in eine entsprechende Richtung längst kein Einzelfall ist, ist davon auszugehen, dass sie gezielt eingesetzt wurde. Denn Merz und Spahn sind zwar doof, aber nicht dumm. Und genau das ist es, was es so gefährlich macht: Sie und ihre CDU-Kolleg*innen schüren gezielt immer weiter Ängste und Hass. Sie spalten, anstatt zu einen. Und am Ende profitiert die Extreme.

Wir hatten Anfang des Jahres schon einmal u. a. die CDU Dinslaken gefragt, wie sie sich zum Verhalten von Friedrich Merz und dem immer weiteren Abdriften ihrer Partei im Bund in Richtung Rechts positioniert. Leider wurde hierzu geschwiegen – was uns und insbesondere auch große Teile der Dinslakener*innen sehr irritiert hat.

Wir möchten es noch einmal versuchen. Denn gerade der Einzug von rechten Kräften in den Stadtrat verlangt mehr denn je eine gemeinsame Zusammenarbeit und Positionierung der demokratischen Parteien. Und das geht nur, wenn man weiß, wie die anderen ticken. Wir erhoffen uns von den neuen Gesichtern insbesondere bei den etablierten Parteien, dass es den versprochenen Neustart und ein Umdenken gibt. Mehr klare Aussagen und Transparenz, weniger Schweigen und Hinterzimmer-Politik.

Die CDU Dinslaken möchten wir bitten, folgende Fragen bis zum 1. November 2025 zu beantworten:

  • Steht die CDU Dinslaken hinter der Aussage von Friedrich Merz, dass es in den Innenstädten immer noch „dieses Problem“ gibt?
  • Was kann Friedrich Merz mit „dieses Problem“ meinen?
  • Was hat Migration mit Problemen in den deutschen Innenstädten zu tun?
  • Welche Probleme hat die Dinslakener Innenstadt?
  • Viele Menschen haben mittlerweile aufgrund ihres Aussehens Angst, in der Öffentlichkeit als „Problem“ zu gelten. Was tut die CDU Dinslaken, um den Menschen diese Angst zu nehmen?

Die Bundes-SPD hat sich bisher, mit wenigen Ausnahmen, sehr bedeckt gehalten, was die obige Aussage betrifft. Schweigen ist hier leider zur Gewohnheit geworden. Daher möchten wir im Zuge unserer Fragen an die CDU Dinslaken auch die zweite große lokalpolitische Kraft mit einbeziehen und bitten um Beantwortung bis zum 1. November:

  • Sollte man aus Sicht der SPD Dinslaken die Aussage von Friedrich Merz schweigend hinnehmen?
  • Viele Menschen haben mittlerweile aufgrund ihres Aussehens Angst, in der Öffentlichkeit als „Problem“ zu gelten. Was tut die SPD Dinslaken, um den Menschen diese Angst zu nehmen?

Vielen Dank für die Antworten und auf eine gute Zusammenarbeit in der kommenden Ratsperiode!

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Anfrage

Aufsichtsräte städtische Töchter oder Advent, Advent, der Vorsitz wird verschenkt

Aufsichtsräte städtische Töchter oder Advent, Advent, der Vorsitz wird verschenkt

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

es weihnachtet sehr und die Zeit der Geschenke und Nächstenliebe beginnt.

Da wundert es nicht, dass die Mitglieder unserer Einheitspartei €DuBVsPD wieder intensiv ihre Zuneigung untereinander mit Geschenken zeigen. Gut, ne Schachtel Ernte 23, ein schönes, selbstgemaltes Bild, eine Flasche Wein oder ein Mittagessen hätten es auch getan, aber da kennen wir unsere Buddies schlecht. Es werden aufgrund der Mehrheiten der €DuBVsPD in den Gremien Aufsichtsratsvorsitze und Stellvertretungen in allen Tochtergesellschaften oder Beteiligungen verschenkt. Ist ja auch praktisch, wenn man selbst nicht zahlen muss, sondern die Bürger:innen (Notarkosten für die Änderungen der Gesellschaftsverträge, keine Abführung der Aufwandsentschädigungen/Sitzungsgelder an die Stadt etc.).

Die Fraktion der Partei Die PARTEI im Rat der Stadt Dinslaken bittet die Verwaltung folgende Fragen schriftlich zu beantworten:

  • In welcher Höhe sind bisher Notarkosten für die Änderungen der Gesellschaftsverträge in Summe aufgelaufen und mit welchen Kosten ist noch zu rechnen?
  • In welchen Aufsichtsräten und vergleichbaren Gremien wie Vergabe- und Personalausschüsse wurden bisher der/die Aufsichtsratvorsitzende, Stellvertretungen etc., neu gewählt? Welches Parteibuch hat die jeweilige gewählte Person? Ist diese Person bereit, ihre Aufwandsentschädigungen an die Stadt abzuführen?

Zur Vereinfachung der Antworten bitte die nachfolgende Tabelle ausgefüllt zurückschicken. Ist dann ja auch übersichtlicher.

Tochtergesellschaft – Gremium – Position – Name – Partei – Abführung Aufwands-entschädigungen an die Stadt (JA/NEIN) – Verlust in Euro für die Stadt

Mit freundlichen Grüßen,

Frank Spieker
Fraktionsvorsitzende

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Immer bei der Wahrheit bleiben

Wir begrüßen sehr, dass die €DU ihre Bemühungen weiter fortsetzt, die internen Strukturen zu entkriminalisieren. Sie trägt dazu bei, dass wir uns künftig sicherer in unseren eigenen vier Wänden fühlen können. Erstmal Danke dafür! Allerdings bleiben ein paar Fragen:

1. Es ist davon auszugehen, dass die €DU in Deutschland weiter an Bedeutung verlieren wird – das Trendbarometer zeigt klar in Richtung Opposition. Künftig werden viele Mitglieder weitaus mehr Zeit haben, ehrlicher Arbeit nachzugehen. Warum also überhaupt noch einbrechen? Wir würden uns seitens der €DU mehr Weitsicht* wünschen.

2. Die €DU beeinflusst mit ihrer Abkehr von der Wohnungseinbruchsbranche die Kriminalstatistik seit 2017 positiv. Aber gibt es mit Corona nicht einen viel größeren Einflussfaktor, der – auch mit nur 2 Jahren Bemessungszeitraum – einen Großteil des 50-prozentigen Rückgangs der Einbrüche ausmacht? Schmückt sich die €DU etwa mit fremden Federn? Wäre ja nicht auszudenken, wenn dieses Vorgehen zum bisherigen Erfolgsmodell gehört hat und Teil zahlreicher Wahlkampagnen war/ist**.

3. Was sagt eigentlich „Dietrich“ Merz dazu, wenn er künftig die Branche wechseln muss?

*Ach ne, das war ja das, was die nicht so gut beherrschen und weshalb die jetzt so viel Zeit haben.
** Ist das etwa auch bei der CDU Dinslaken so?

#ehrlichepolitik #transparenzistmehralseinmaldiewochefensterputzen #mitfremdenfedernschmückenistnichtschön #wirschickeneuchnichtindiewüste #cdubrichtein #dieparteibrichtnichtein #dietrichmerz

 
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Kann man sich nicht ausdenken!

Wo kämen wir denn hin, wenn man auf die Bevölkerung hören würde?! *Skandalsmiley

ZITAT des CDU-Fraktionsvorsitzenden Wansing:

„Die Angst vor Widerspruch in der Bevölkerung ist mittlerweile bei dem überwiegenden Teil der Ratsmitglieder größer als die Verpflichtung, sich Problemen zu stellen und Entscheidungen zu treffen.“ Also entziehe man sich der Verantwortung, indem man einfach gar nichts tue und gar nichts ausprobiere. Die Zeichen, die Dinslaken damit derzeit an Wirtschaft und Handel sende, seien „eine Katastrophe“.

Wirtschaft und Handel sind eben nicht alles, lieber Herr Wansing. Sozial: ungenügend, setzen!

#HurraMettwurstmann #25JahrekommunalpilitischeKompetenz #nicht

Zitat aus RP-Artikel vom 2.07.2021. Klicke hier oder auf das Bild unten, um direkt zur RP zu gelangen (Es handelt sich um einen RP+-Artikel).